Heidenwall wichtige kulturhistorische Stätte
Die Ausgrabungen auf dem Gelände nördlich des geplanten IKEA-Zentrums auf dem Gelände einer ehemaligen Furt an der Hunte, die auf Hinweis des Historikers Martin Teller untersucht wurde, brachte erstaunliche Funde zutage. Ein ehemaliger Palisadenwall, der nach Meinung einiger Archäologen die “Alte Burg”, die Oldenburg den Namen gegeben hat gewesen seien könnte, wurde ausgegraben.
Die vom Wissenschafts- und Kulturministerium geförderten Ausgrabungen beim sogenannten Heidenwall sind eine wichtige kulturhistorische Stätte. Sie sind für den Norddeutschen Raum bedeutsam. Deshalb wäre es sehr bedauerlich wenn die Fundstätte wie geplant ab dem 12.07.07 zugeschüttet würde. Dort sollen Parkplätze für die Firma Schenker entstehen. Zwar lassen sich nicht alle (meist hölzernen) Fundstücke an Ort und Stelle konservieren, aber für die geplante 900 Jahrfeier ließe sich die Fundstelle, die mit Börtebooten angefahren werden kann, sehr gut für kulturhistorische Führungen und als interessantes Ausflugsziel für die Oldenburger Bürger aber auch touristisch nutzen.
Zur nächsten Ratssitzung am 9. Juli 2007 beantragt deshalb die Linke den Tagesordnungspunkt “Kulturdenkmal Heidenwall” als dringlich aufzunehmen. Dazu wird beantragen der Rat möge beschließen: “Es wird ein Baustopp für die Fläche auf der sich der Heidenwall befindet, beschlossen, bis die Fragen zum Erhalt des Kulturdenkmals geklärt sind.”
Die Verwaltung möge prüfen:
- ob EU-Mittel und Sponsorenmittel zum Erhalt der historischen Anlage eingeworben werden können,
- ob in einem Gespräch mit der Firma Schenker geklärt werden kann, dass diese auf eine Nutzung des Teilgeländes verzichten können.
Da das Gelände ab 12.07.07 bereits wieder zugeschüttet werden soll, ist die Unabweisbarkeit der Dringlichkeit des Antrags gegeben.
Aktualisiert am 12. Juli 2007




» 2 Kommentare
[Ø 4.3]
Das ist doch mal ein guter Antrag für Oldenburg und seine Geschichte.
Grundstück mit Heidenwall bleibt Eigentum der Stadt Oldenburg
Die Stadt hat sich nunmehr entschlossen, den historischen Heidenwall, der bei Ausgrabungsarbeiten gefunden wurde, zu erhalten. Das Grundstück wird im Eigentum der Stadt bleiben. Derzeit werden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Originalteile des Heidenwalls vor Zerstörung u.a. durch Umwelteinflüsse haltbar zu machen.
Nachdem Martin Teller seinerzeit intensiv auf diesen historischen Fund aufmerksam gemacht hatte, hatten sich die Liberalen vehement per Dringlichkeitsantrag an den Bauausschuss für den Erhalt dieser außergewöhnlichen Endeckung stark gemacht. Daraufhin hat der Stadtbaurat in seiner Sitzung zugesichert, die Stadtverwaltung werde sehr darum bemüht sein, alles zu unternehmen, was die dauerhafte Erhaltung dieser Ausgrabungsstätte sicherstellt.