Rauchverbot - nun offiziell!
Am 1. August um Punkt 0 Uhr ist in den Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg offiziell Rauchverbot für Gaststätten, Krankenhäuser, Schulen und Landesbehörden in Kraft getreten. Besonders die Gastronomen haben durch ein derartiges Verbot Angst vor Umsatzeinbußen in Höhe von mehreren Tausend Euro. Für die Nichtraucher unter uns bedeutet dieses Verbot jedoch “rauchfreie Zone” deluxe bei sämtlichen Aktivitäten, die uns einst durch den Non-Stop-Raucher verwährt blieben.
Mit den Non-Stop-Smokern ist hierbei die Art von Rauchern gemeint, die selbst beim Essen nicht davor zurückschrecken ihre “Fluppe” qualmen zu lassen, um zwischen Steak und Rosmarin-Kartoffeln genüsslich einen Zug zu nehmen. Diese Bilder gehören nun der Vergangenheit an, und ich weiß jetzt schon: Ich werde sie nicht vermissen. Doch nicht nur in der Gastronomie ist man nun vom blauen Dunst befreit, auch unsere Behörden müssen fortan rauchfrei bleiben, d. h. keine verqualmten Warteräume bzw. Büros mehr, die man aufsuchen muss, wenn man sich beispielsweise einen neuen Reisepass ausstellen lassen möchte. Nun geht die Bürokratie nicht nur von den Behörden aus, sondern herrscht auch in den Behörden. Einen guten Anreiz, für alle die sowieso irgendwann mit dem Rauchen aufhören wollte, bietet die Stadt Oldenburg. Sie bietet ihren Mitarbeitern schon seit längerem kostenlose Nichtraucherkurse an, um die Sucht nach dem blauen Dunst zu besiegen - sehr vorbildlich meiner Meinung nach. Wenn man bedenkt wie viel Arbeitszeit beim täglichen “Verzehr” einer bzw. mehrer Zigaretten verschwendet wird, hätte man eigentlich schon vor Jahren seitens der Arbeitgeber eingreifen und den Nicht(mehr)raucher beispielweise durch Prämien für seine Enthaltsamkeit belohnen müssen. So könnte in Zukunft noch wirtschaftlicher gearbeitet werden - eine Überlegung ist es jedenfalls wert!
Also liebe Oldenbu(e)rger seht dieses Verbot doch nicht als solches, sondern als Anreiz für eine weitaus gesunde und rauchfreie Zukunft!
Aktualisiert am 3. August 2007


[Ø 3.38]

» 4 Kommentare
Nicht nur, dass ich ein Fan von rauchfreien Zonen bin (in anderen Ländern geht das übrigens schon lange), ich finde die Idee der Stadt Oldenburg, Nichtraucher-Kurse anzubieten, einfach super. Ein dickes Lob für so viel Vorbild, liebe Stadtverwaltung!
Abgesehen davon sehe ich jetzt auch mit Freude dem Vergnügen entgegen, abends unverqualmt von Partys oder aus den Kneipen der Stadt zu kommen. Aber das geht bestimmt nicht nur mir so…
So eine Schnapsidee, eine Prämie für Nicht(mehr)raucher weil sie dann angeblich produktiver sind. Unsere katholischen Mitbürger in Süddeutschland haben weniger Arbeitstage im Jahr als wir. Dennoch stehen sie wirtschaftlich gesehen besser da als wir Norddeutschen. Also lasst uns unsere Raucherpause und schreib lieber etwas sinnvolles.
Tja. lieber Jürgen.
Mal gut, dass da die Meinungen verschieden sind. Du als Raucher siehst es da vielleicht anders, aber was ist mit den Arbeitern unter uns, die nicht rauchen und sich nicht einfach mal zwischendurch ‘ne Fluppe gönnen können? Wir werden gleich schief von der Seite angeschaut, wenn wir uns mal einen kleinen Plausch anstelle einer Zigarette gönnen, nach dem Motto: Warum arbeiten die denn nicht? Und ihr Nichtraucher könnt beides, qualmen und quasseln, und da sagt komischerweise keiner etwas! Ehrlich gesagt, sollten die Nichtraucher dafür gelobt werden, dass sie so selbstbewusst und gesundheitsbewusst auch ihren Mitmenschen gegenüber sind, dass sie dem blauen Dunst widerstehen und niemanden der Gefahr dieses Dunstes aussetzen. Eigentlich sollte man es so handhaben wie in den Staaten, Rauchen in der kompletten Öffentlichkeit sollte verboten werden und nur noch in den eigenen vier Wänden erlaubt sein… Was für ein irrsiniger Vergleich an dieser Stelle mit den Feiertagen in Süddeutschland zu kommen, sollten wir Norddeutschen uns nicht eher darüber Gedanken machen, warum dem so ist? Ich sag da nur, weniger qualmen und quatschen und stattdessen wirtschaftlicher Arbeiten…
egal ihr seit cool