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Eine eigentlich ungiftige Schlange hält ganz Oldenburg in Atem!

18.06.2008, Beitrag von OLDigitalEye

Die Situation an der Bushaltestelle Lappan-Nord (für alle Busse, die vom Bahnhof weg durch den Stadtnorden fahren) ist bisher wirklich nicht optimal.

Gerade wird ja dort umgebaut, aber die lange Reihe der aufeinander folgenden Busse soll wohl doch so bestehen bleiben.

Ich bin ja recht konditionsstark und schaffe es auch, den einen oder anderen Bus noch mit einem kurzen knackigen Sprint zu erwischen… um dann vor der verschlossenen Tür zu stehen und dem Busfahrer nur noch ein Achselzucken zu entlocken, wenn der dann Gas gibt.

Andere versuchen gar nicht erst, hinterher zu sprinten, sei es, weil sie keinen Bock darauf haben und vom Einkaufen zu bepackt sind, sei es, weil sie dazu gar nicht in der Lage sind.

Es ist ganz generell schon ein großes Problem überhaupt zu erkennen, welche Linie sich überhaupt in der dicht hintereinander stehenden Reihe befindet. Die Busse stehen so nah hintereinander, dass man entweder die ganze Reihe nacheinander kontrollieren muss, oder aber warten, bis der Bus an einem vorbeibraust. Sieht man die Reihe von hinten, ist der erste Bus in der Reihe zu weit weg, um ihn noch zu erreichen, bis die Ampel auf Grün schaltet.

Fazit… weg isser!

Für alte Menschen ist die Situation fast nicht lösbar. Die werden im Zweifelsfall von den wild herumrennenden Schulkindern dann noch umgerannt. Ich habe es oft genug mitangesehen. Dies ist also nicht der Versuch, die Generationen gegeneinander auszuspielen.

Alles in Allem ein heilloses Durcheinander, was bei Regen noch problematischer wird, weil dann auch nicht die Wahl besteht, sich irgendwo strategisch zu platzieren. Da drängt sich alles um die winzigen Unterstellmöglichkeiten auf dem weiten Areal. Das wenigstens könnte einmal leicht durch großzügigere Überdachungen behoben werden. Ist schon ein mächtig zugiger Platz dort.

Was die Busschlange betrifft, so würde es schon etwas Abhilfe bringen, wenn man denn wenigstens von einigen Positionen die Linien erkennen könnte. Mir fällt dazu nur der Versuch ein, die Linien auch noch zusätzlich an den Außenspiegeln kenntlich zu machen. Nicht so einfach, da ja die Busse beileibe nicht immer für die gleiche Linie fahren. Und eine zusätzliche Leuchttafel ist sicher nicht so einfach zu gestalten und anzubringen. Aber das Problem mit der Busschlange ist an vielen Stellen gerade am Wallring da, so dass sich diese Maßnahme lohnen würde. Als Serviceleistung, sicher nicht finanziell, wohlgemeint.

Bei der Weitläufigkeit des Platzes am Lappan hätte ich mir Gedanken um ein zweispuriges System gemacht. Das hätte die Linien entzerrt und die Schlange aufgeteilt. Damit wäre das Problem schon einmal halbiert, quasi die Schlangenlänge auf die Hälfte reduziert. Allerdings würden die Fahrgäste dann zur Hälfte auch den Busverkehr queren müssen. Das birgt Gefahrenpotential gerade für die stürmischen Schüler.

Da dieses Problem sicher etliche Hundert Fahrgäste an jedem Tag betrifft, ist aber Abhilfe nötig. Der Frust an der Haltestelle ist ein Dauerzustand.

Eine zweispurige Lösung halte ich daher für die noch am einfachsten machbare Kompromisslösung. Eine Fahrbahninsel trennt den Normalverkehr von den Bussen, die Busse wiederum halten im Zweispursystem  sowohl an der Seite der Insel als auch an der der City zugeordneten Fahrbahnseite der “Busstraße”. Große Hinweisschilder zu den jeweils halteberechtigten Linien sollten dann den Andrang auf die jeweiligen Linien halbieren.

Wenn die Busse selbst keine eindeutige Linienkennung in Höhe der Außenspiegel mitführen können, wären ja vielleicht auch an der Haltstelle feststehende Anzeiger denkbar, die vom Bus ein Signal bekommen und dann die Linie deutlich sichtbar anzeigen, die gerade längsseits hält. Das Signal ist sicher schon vorhanden, da es ja auch von den Induktionsschleifen wahrgenommen wird, die bereits funktionierende Anzeigetafeln anfunken. So denke ich mir das als Informatiker jedenfalls. Der Praktiker hat ja vielleicht andere Lösungen parat.

Aber hier bei der Bürgerzeitung ist ja die Möglichkeit gegeben, Kommentare zu posten. Jetzt seid Ihr gefragt, Tüftler und Denker! Helfen wir uns mal alle selbst mit Ideen. Vielleicht wird ja die eine oder andere übernommen… und wenn die schlau sind, beim Verkehrsverbund, setzen sie einen Preis aus für die beste Idee. Macht doch daraus einen Wettbewerb. Ganze Schulklassen könnten daran tüfteln.

Da  allerdings hätte man auch schon vor den jetzt gestarteten Umbauarbeiten darauf kommen können…

Ich mach mir jetzt jedenfalls noch mal Gedanken, ob es nicht auch eine bessere Lösung gibt. Am Ende spart man unserer Stadt Oldenburg ja richtig Geld, wenn die Busse und Bahnen immer attraktiver werden.

Das System ist ja auch schon recht passabel. Die Preise könnten niedriger sein, wenn die Stadt da doch etwas mehr subventionieren würde. Auf der anderen Seite spart man das dann bei den Kosten für den Individualverkehr ganz sicher wieder ein. Der Andrang bei den Bussen wird jedenfalls durch die Demographie und durch die Spritpreise ganz logisch zunehmen und den Busbetrieb wohl immer rentabler machen.

Nur die Hektik am Lappan, die nimmt zu… das ist auch sicher.

Aktualisiert am 18. Juni 2008

[Ø 3.59]
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1 Kommentar zu “Eine eigentlich ungiftige Schlange hält ganz Oldenburg in Atem!”

  1. 1 hans Kirchner - 19. Juni 2008 um 15:32 Uhr

    Evtl. könnte man von der Bahn lernen - mit einer Lautsprecheransage an den jeweiligen Haltestellen wäre es auch den sehbehinderten und älteren Menschen ein wenig behilflich. Im Bus geht so etwas bekanntlich auch.

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