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Spanischer Rock und Klassik vom Staatsorchester

10.07.2008, Beitrag von Leuchtturmwaerter

Jarabe de Palo - Kultursommer 2008Mit zwei Konzerten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, endete gestern die große Konzertreihe im Rahmen des Kultursommers auf dem Schlossplatz. Trotz manchmal widrigen Wetters waren die meisten Konzerte gut besucht, und es herrschte eine friedliche Stimmung. Man genoss Musik, egal ob Folk, Ska, Pop, Blues, Soul, Rock - oder gar Klassik!

Jarabe de Palo begann vielversprechend und superpünktlich. Bei seinen spanischen Rock-Rhythmen zappelten wohl alle Zuhörer mit - Beinbewegungen, wohin man auch blickte. Vor allem bei der ”spanischen Liga” direkt vor der Bühne blieb kein Fuß am Boden, es gab ekstatischen Applaus - und lange Gesichter, als der smarte Spanier mit den langen Haaren und Dreitagebart pünktlich um 22:00 Uhr seine Sachen von der Bühne räumte. Schade eigentlich, denn so früh hatte sonst keine Band mit dem Spielen aufgehört. Vermutlich war de Palo trotz seines iberischen Temperamentes etwas kühl geworden, und auch den Besuchern auf dem Schlossplatz, die keine wilden Tänze aufgeführt hatten, zog es langsam kalt die Beine hoch.

Staatsorchester - Kultursommer 2008Highlight und mal was ganz Besonderes auf dem großen Schlossplatz waren aber wohl die klassischen Klänge und berauschende Opernmelodien am Abschlussabend. Bis zum frühen Abend galt noch die Zitterpartie, denn das Staatsorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Rumpf wäre nicht aufgetreten, wenn es geregnet hätte. Die Generalprobe war nachmittags trocken über die Bühne gegangen, doch die dunklen Wolken über Oldenburg hielten sich hartnäckig, bis es kurz vor 20 Uhr dann doch heller wurde und sogar noch ein paar Sonnenstrahlen auf den Schlossplatz fielen. Mit Highlights aus der nun ablaufenden Spielzeit erfüllten u.a. die bekannten Klänge von “Carmen” sowie Schmankerl wie das “James Bond Theme” den Schlossplatz. Das Publikum ebenso bunt gemischt wie schon die Abende zuvor (obwohl vermutlich die leicht ergrauten Köpfe in der Überzahl waren), gemütlich platziert am Rande und ausgerüstet mit Klappstuhl und Decke verlief dieses Konzert überaus ruhig. Kein Gerenne, kein dauernder Stehplatzwechsel, einfach nur Genuss. Herrlich.

Einen (meinen ganz persönlichen) Dank an das Staatsorchester für diese Meisterleistung und diesen tollen Abschluss der Konzertreihe.

Aktualisiert am 10. Juli 2008

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