VfB - Fan-Gruppen distanzieren sich von Krawallmachern
18 Fan-Gruppen des VfB Oldenburg haben sich jetzt in einem Offenen Brief aufs Schärfste von den Krawallmachern des letzten Sonnabend distanziert. Der VfB-Freundeskreis “Blaue Zitrone” gehört zu den Mitunterzeichnern. Hier der volle Wortlaut des Briefes:“Im Rahmen des Spiels VfB Oldenburg - Goslarer SC kam es zu Szenen, die kaum jemand in Oldenburg bisher überhaupt für möglich hielt. Fassungslos mußten wir die Gewalt gegen Aktive des GSC nach Spielende sowie weitere Eskalationen außerhalb des Stadions und am Abend in der Oldenburger Innenstadt zur Kenntnis nehmen. Dadurch ist sowohl unserem Verein, der Fußballstadt Oldenburg als auch der ganzen Fanszene ein immenser Schaden entstanden, der Jahre der Aufarbeitung benötigen wird.
Wir als aktive Fanszene des VfB Oldenburg distanzieren uns uns aufs Schärfste von diesen Vorkommnissen und werden weiter vehement für sportliche Fairness auf und neben dem Platz eintreten. Jeder, egal ob Spieler oder Zuschauer, egal ob Heim oder Gast, soll sich zu allen Zeitpunkten beim Stadionbesuch sicher fühlen.
Mehr als jemals zuvor sehen wir uns in der Pflicht, heute und in Zukunft uns weiter entschieden gegen jegliche Gewalt zu engagieren und Gewalttäter nicht in unseren Reihen zu dulden. Hierzu streben wir einen offenen Umgang mit den Geschehnissen an und werden den Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem Verein VfB sowie weiteren Institutionen zum Wohle Aller noch stärker intensivieren. Die Fans des VfB Oldenburg sollen wieder für lautstarke, kreative und vorallem friedliche Stimmung im Stadion stehen.
Wir möchten zusätzlich hiermit die Gelegenheit nutzen, dem sportlichen Gegner Goslarer SC zum erreichten Aufstieg zu gratulieren.”
Unterzeichnende Fan-Gruppen:
VfB 24/7, Unbreakables, Nightmare Monkeys, Blaue Zitrone, Critters, Generation Knallkopp, Frauen-Power Pur, Schmoo, SuPOTTers, Oldenburger Junx, Adelante, Block J, Blue Maniacs, Victory 92, VfB-Fans Niederrhein, h2,50w, dirtyOLtown, Oldenburger Faninitiative
Aktualisiert am 12. Juni 2009


[Ø 3.64]

» 3 Kommentare
Solange sich bei der großen Anzahl der o. a. Fan-Gruppen keiner aktiv zur Verfügung stellt, um den Strafverfolgungsbehörden die Aufklärung dieser Gewalttaten zu ermöglichen, bleiben diese Distanzierungen für mich einfach nur unglaubwürdig. Kann ich einerseits sogar verstehen. Man denunziert schließlich keine(n) Kumpel. Andererseits hat doch unsere Mitforistin Kindergartentante in einem anderen thread diese Kriminellen als dem rechten Milieu zugehörig verortet, dem auch ein Niko Schmidt in der Oldenburger ALLGEMEINE vom 12./13. Juni d. J., S.9, bedingt zustimmt. Daher würde IMHO der Vorwurf des Denunziantums gar nicht greifen. Schließlich gibt es genug Internetportale wie z. B. Gesicht zeigen, Geh denken oder Laut gegen Nazis, die es gewissermassen zur ersten Bürgerpflicht machen, gegen solche Gewalttäter vorzugehen.
Für diejenigen, die ihre Mittwochszeitung vom 10. d. M. bereits zum Auslegen der Bio-Tonne oder anderweitig verwendet haben, poste ich hier noch eine URL:
http://tinyurl.com/n9tp9j
HIH
Pobatschnig K.
Du wirfst leider verschiedene Dinge durcheinander, die Platzstürmer sind nicht dem rechten Rand zuzuordnen.
Es existieren genügend Videoaufnahmen von den Vorkommnissen, so dass “Denunziantentum” überhaupt nicht erforderlich ist. Wer gegenüber Goslarer Spielern tätlich geworden ist, der wird auch belangt. Es ist gar nicht möglich, andere zu decken.
@Kai Pflaume,
ich ordne die Platzstürmer weder dem rechten noch dem linken oder irgendeinem anderen Rand zu. So etwas überlasse ich Leuten wie Kindergartentante und ihren Brüdern und Schwestern im Geiste. Für mich sind es einfach nur Kriminelle, die ohne Rücksicht auf ihre Motivationen so bestraft gehören, daß es auf mögliche Nachahmungs- bzw. Wiederholungstäter abschreckend wirkt.
Pobatschnig K.