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4. Filmwettbewerb Tatort Drehort Oldenburg

23.06.2009, Beitrag von werkstattfilm

Tatort 2009 Seit drei Jahren gibt Werkstattfilm FilmemacherInnen und Filmfreunden die Möglichkeit, sich mit einem Wettbewerbsbeitrag zu profilieren. Dabei sollen Stadt und Region im Mittelpunkt des Interesses stehen.Der mittlerweile 4. Filmwettbewerb “Tatort Drehort Oldenburg” wird 2009 kontinuierlich von Werkstattfilm veranstaltet und entwickelt sich zu einem Markenzeichen in der Medienlandschaft Oldenburgs.

Zwei Ziele verfolgt der Wettbewerb: Erstens, NachwuchskünstlerInnen in unserer Region zu unterstützen und zweitens, den regionalen Drehort Oldenburg für die Filmproduktion über die regionalen Grenzen hinaus bekannt zu machen. Wir freuen uns in diesem Jahr besonders auf eine Kooperation mit dem Staatstheater Oldenburg und Dozenten der C.v.O. Universität Oldenburg in Form von Workshops. Diese Workshops sollen eine Grundlage für qualitative Produktionen der FilmemacherInnen legen oder wertvolle Anregungen bieten für Alle, die an diesem Bereich Interesse haben.

Workshops und Grundlagen der Filmarbeit

Im Rahmen des 4. Filmwettbewerbs “Tatort Drehort Oldenburg” finden verschiedene Workshops statt, die praktische Erfahrungen innerhalb der Schauspiel-, Film-, und Dreharbeit vermitteln wollen. Unter der fachkundigen Anleitung von namhaften Dozenten bekommen die TeilnehmerInnen an vier Wochenenden Einblicke in die schauspielerische Arbeit vor der Kamera, in die Drehbuchentwicklung und Drehbuchstruktur, in die Lichttechnik sowie in die Filmbearbeitung. Am Ende steht ein fünftes Treffen mit Frühstück, bei dem die TeilnehmerInnen ihre Ideen bündeln und austauschen sollen. Schließlich soll an zwei Drehtagen ein eigener Film erstellt werden. Dieser Film wird beim Tatort Drehort vorgestellt und besprochen.

Dramaturgie: von der Idee zum Drehbuch
mit Karl-Dirk Schmidt am 05.09.09

Wie wird eine Idee zur Geschichte? Wie eine Geschichte zum Drehbuch? Welche grundsätzlichen Strukturen muss ich dabei beachten? Was kennzeichnet einen kräftigen Anfang und ein befriedigendes Ende? Wie erzeuge ich Interesse für meine Hauptfigur? Diese und viele andere Fragen sollen im Workshop gestellt und einer Antwort näher gebracht werden, indem ein beispielhaftes Modell für die Drehbuchstruktur aufgezeigt und an Filmbeispielen erläutert wird. Die Grundmuster sollen vereinfacht und praktisch begriffen werden und möglichst direkt zum “Tun” verführen. Vielleicht ist es im Verlauf des zweiten Abschnitts sogar möglich, die Schwierigkeiten, aber auch Möglichkeiten einer Drehbuchentwicklung bei einem eigenen ersten Versuch kennen zu lernen. Viel gewollt, aber auch beschränktere Einblicke machen oft Lust aufs Ganze.

Karl-Dirk Schmidt (geb. 1955 in Hilden/Rheinland) ist Regisseur, Autor und Schauspieler. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist er leitender Regisseur für das Schauspiel am Oldenburgischen Staatstheater. Zurzeit ist seine Inszenierung von Lady Macbeth von Mzensk im großen Haus zu sehen. Die Kunst der Regie erlernte er bei Dieter Dorn, Thomas Langhoff, Fritz Marquardt und Alexander Lang an den Münchner Kammerspielen. Hier gab er 1985 auch sein Regiedebut. Danach inszenierte er zum Teil als freischaffender Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern aber auch als Oberspielleiter am Stadttheater Ulm und am Maxim-Gorki-Theater Berlin zahlreiche Stücke.

Schauspielerische Talente: Arbeit vor der Kamera
mit Klaas Schramm am 19.09.09

Das Spielen vor der Kamera erfordert ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit und Eigenwahrnehmung. In seinem Workshop erarbeitet Klaas Schramm mit seinen TeilnehmerInnen die Grundlagen des Spielens vor der Kamera. Wie “groß” muss ich wirklich spielen? Was macht mein Körper? Was erzählt der Umgang mit Requisiten und wie gehe ich mit dem Partner z.B. in einer Liebesszene um? Anhand kleiner Spielszenen, die mit der Kamera aufgenommen und sofort analysiert und korrigiert werden, wird grundlegendes Wissen erarbeitet.

Klaas Schramm (geb. 1974 in Essen) ist Oldenburger Theatergängern seit längerem bekannt; am Oldenburger Staatstheater zuletzt als Mickey in Harper Regan. Aber auch als 2. Mann in die 39 Stufen oder in der Rolle des Dave in der Produktion NippleJesus im Horst-Janssen-Musuem. Seit 2005 gehört er zum Oldenburger Ensemble. Seine Schauspielausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Er war Ensemblemitglied am Stadttheater Hildesheim und am Kinder- und Jugendtheater Schauburg in München.

Licht und lichttechnische Grundlagen
mit Daniel Schmidt am 26.09.09

Licht kann Bilder leicht und heiter oder schwer und düster machen. Erst durch das Licht wird die Geschichte, die man erzählen will sichtbar und zum Leben erweckt. Welche Stimmung will ich in der Filmszene erzeugen? Wie werden Low-Budget-Licht, Reflektoren, Diffuser, Fahnen oder Filterfolien eingesetzt? Wie baue ich Tag/Nacht oder Effektlichtsituationen auf? Wie gehe ich mit dem vorhandenen Licht um? In diesem Workshop wollen wir die Grundlagen der Lichtführung, Gestaltung und Technik praktisch und theoretisch erlernen. Dafür stehen uns vielfältige technische Möglichkeiten zur Verfügung um die verschiedensten Lichtsituationen zu schaffen und auszuwerten.

Daniel Schmidt (geb. 1980 in Oldenburg) ist ausgebildeter Mediengestalter für Bild und Ton. Er arbeitet zurzeit an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Dort betreut er hauptsächlich das Medientechnische Equipment im Institut für Musik. Nebenberuflich ist er als Kameramann und Fotograf für diverse Produktionen unterwegs. Im Rahmen seiner Tätigkeit als freier Dozent, hat er in Zusammenarbeit mit Werkstattfilm e.V. bereits eine Vielzahl an Workshops zu Themen wie digitale Fotografie und Bildbearbeitung sowie Lichtsetzung in Film und Fotografie veranstaltet.

Filmbearbeitung und Schnitt
mit Daniel Clören am 03.10.09

Wie entsteht aus dem Rohmaterial ein fertiger Film? Welche Schritte sind bei der digitalen Filmbearbeitung nötig? Wie können eigene Ideen umgesetzt werden? Bei dem Workshop mit Daniel Clören erfahren die TeilnehmerInnen Grundlegendes über Grobschnitt und Feinschnitt, über Nachvertonung, Musik und Effekte.

Daniel Clören (geb. 1980 in Solingen) ist ausgebildeter Mediengestalter für Bild und Ton. Zurzeit arbeitet er an der Universität Oldenburg als Techniker und ist in dieser Funktion verantwortlich für das neu renovierte Studio E. Nebenberuflich ist er als selbständiger Kameramann, Cutter, Tonassistent und Autor tätig und hat für RTL, Sat 1, ProSieben, Arte u.a. diverse Beiträge produziert. Darüber hinaus erstellt er eigenverantwortlich verschiedene DVD – Präsentationen.

Wettbewerb und Programm

Aus allen eingesandten Beiträgen wählt Werkstattfilm einige Filme für den Wettbewerb aus, die dem Publikum vorgestellt werden. Es werden mehrere Preise in Form von Preisgeldern vergeben, als Förderung für nächste Filmprojekte. Der eingereichte Film sollte in Oldenburg und Umgebung gedreht worden sein, darf nicht länger als dreißig Minuten dauern und noch nicht öffentlich vorgeführt worden sein. Urheberrechtliche Fragen sind vorab von den FilmemacherInnen zu klären, eindeutige Verstöße gegen das Urheberrecht, z.B. durch Übernahme fremder Musik, führen zum Ausschluss.

Bitte beachten: Zur Sichtung werden nur DVD oder DV Kassetten akzeptiert.
Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2009.

Termine

12.11.2009
Kriminacht
20 Uhr, Werkstattfilm, Katharinenstr.1

13.11.2009
Filmwettbewerb, Preisverleihung und Abschlussparty
20 Uhr, Exerzierhalle, Johannistr. 6

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.werkstattfilm.de/

Aktualisiert am 23. Juni 2009

[Ø 4]
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