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Dumpinglöhnen auf der Spur

24.08.2009, Beitrag von Leuchtturmwaerter

Dieser Artikel ist eine Pressemeldung der ver.di und der Gewerkschaft NGG vom 19. August 2009. Er richtet sich an alle, die für sehr wenig arbeiten gehen, um “aufzustocken”. Kurz vor der Wahl will man nun ein bundesweites “Niedriglohn-Barometer” entwickeln. Für dessen Ausschlag nach unten seien auch in Oldenburg gezahlte Dumpinglöhne entscheidend…

Pressemeldung:
Fünf Wochen vor der Bundestagswahl wollen die Gewerkschaften ver.di und NGG eine Bestandsaufnahme der Einkommenssituation in Oldenburg machen. Im Fokus dabei: die Niedriglöhne. In Oldenburg sind nach Angaben von ver.di und NGG mehr als 4.000 Erwerbstätige trotz ihrer Arbeit auf staatliche Zuschüsse angewiesen. “Die so genannten ‘Aufstocker’ können von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben. Schuld daran sind häufig Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger”, sagt Jürgen Humer. Für den Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Weser-Ems ist es “ein unhaltbarer Zustand, wenn Menschen trotz Vollzeitarbeit auf Geld aus dem Hartz-IV-Topf angewiesen sind.”

“Wir wollen wissen, wie gut oder wie schlecht Oldenburger Chefs bezahlen”, sagt Matthias Brümmer von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Der Geschäftsführer der NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland kündigte ein bundesweites “Niedriglohn-Barometer” an. Für dessen Ausschlag nach unten seien auch in Oldenburg gezahlte Dumpinglöhne entscheidend. “Gerade Frauen verdienen oft extrem wenig”, so Brümmer. Friseurinnen, Kellnerinnen oder Verkäuferinnen in Bäckereien arbeiteten häufig im unteren Lohnspektrum.

Die Gewerkschaften ver.di und NGG treten für einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde ein. Sie appellieren an Beschäftigte in Oldenburg, Dumpinglöhne zu melden – per Internet unter

www.dumpinglohn.de. Betroffene können sich auch direkt an den ver.di-Bezirk Weser-Ems (Telefon: 04 41 / 969 76-0) oder an die NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland(Telefon: 04 41 / 248 80 91) wenden.

www.dumpinglohn.de. Betroffene können sich auch direkt an den ver.di-Bezirk Weser-Ems (Telefon: 04 41 / 969 76-0) oder an die NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland(Telefon: 04 41 / 248 80 91) wenden.

Aktualisiert am 24. August 2009

[Ø 3.8]
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8 Kommentare zu “Dumpinglöhnen auf der Spur”

  1. 1 Heinz - 24. August 2009 um 17:45 Uhr

    schade, ich war mal bei Sykes. sind in roffhausen. die zahlten nur knapp 7 euro für unmenschliches tlefonieren. toilette konnte ich mir nur in der pause erlauben. bin da abgehauen und dann gibt es noch leute die stolz sind da zu arbeiten.

  2. 2 Suppenkasper - 25. August 2009 um 12:03 Uhr

    Und hier wäre dann auch noch der richtige Link zum Dumpinglohn-Melder!

    Gruß
    Suppenkasper

    http://www.initiative-mindestlohn.de/mitmachen/dumpinglohn_melden/

  3. 3 Suppenkasper - 26. August 2009 um 19:29 Uhr

    MIKRO-JOBS?

    Als ich gerade eines dieser kostenlosen Käseblättchen las, die regelmäßig mehrmals in der Woche die Briefkästen zumüllen, da traute ich doch meinen Augen nicht mehr.

    Unter Stellenangebote konnte man folgendes lesen:

    Reinigungskräfte für 3 x pro Woche von 8:00 bis 8:15 Uhr gesucht

    oder 4 x pro Woche von 8:00 bis 8:15 Uhr gesucht

    Mikro-Kredite war “gestern”! Heute sind es Mikro-Jobs!

    Ich mußte das direkt mehrmals lesen und eigentlich kann ich das auch kaum selbst glauben. Aber so stand es in der Zeitung!

    Freundliche Grüße für ein schönes Leben

    Suppenkasper

  4. 4 Hedy Engel - 7. September 2009 um 11:33 Uhr

    Im Auftrag meiner Schwiegertochter melde ich deren Tankstellenvertrag als Dumpinglohn. Sie erhält lt. Vertag einen Stundenlohn von € 6,80 - ohne jeden Zuschlag. Die Arbeit ist in einem deorghanisierten Stundenplan eingeteilt mit Zeiten von 5 Uhr oder bis 22 Uhr in tagesritmus bverschieden.Ansonsten ist der Vertrag voller negativer Klauseln.Der Vertrag kanvorgelegt werden, wenn eine Bertraulixhkeit zugesichert wird, Da sonst Konventnionalstrafe droht. TUT WAS!!!

  5. 5 Das kleine rote Teufelchen - 7. September 2009 um 13:04 Uhr

    Gehört der VDS-Vertrieb eigentlich zur NWZ?

    Hier werden viele Zeitungsausträgerinnen und Austräger des Huntereports und der Mittwochs-oder Sonntagszeitung mit einem umgerechneten Stundenlohn so um die 2 Euro abgespeist. Dazu muss man dann allerdings den Stücklohn umrechnen. Jedes Arbeitsgericht in Deutschland müßte diese Löhne eigentlich als sittenswidrig einstufen, aber wie gesagt, eigentlich!
    Der Verschleiß der eingesetzten Fahrräder und des Schuhwerks werden auch nicht berücksichtigt.

    Hier muss dringend der Mindestlohn her!

    Mit Grüßen

    vom kleinen roten Teufelchen

  6. 6 Uffizien - 12. Januar 2010 um 12:02 Uhr

    wie ist es möglich, das ein Unternehmen wie Combi (Bünting Gruppe) sich nicht an den Tarif im Einzelhandel hält.
    Tarif im Einzelhandel ca. 12,00€. Stundenlohn bei Combi zwischen 5,00 und 6,60€, unterstützt von der Arbeitsagentur. Eine Überprüfung wäre auch hier sinnvoll.

    Bewegt endlich etwas.

  7. 7 Kindergartentante - 12. Januar 2010 um 15:06 Uhr

    Wenn sie das beweisen können, Uffizien, dann gehen sie zum Ordnungsamt und vor allem zur Staatsanwaltschaft.
    Auf andere, gar eine Ministerin, die gerade in einer Anne-Will Sendung ihre totale Ahnungslosigkeit über sogar Grundbegriffe offenbarte - v. d. Leyen: “sie haben dann also 800,- Euro” - Gewerkschafter: “nein, das wird auf Hartz angerechnet” - und das nachdem der Betroffene genau das bereits schon einmal im Zusamenhang erklärt hatte! - zu warten bringt nichts, außer daß solche Firman weiter gut an der Dämlichkeit ihrer vermeintlich wehrlosen Arbeitnehmer
    verdienen.
    Die Ministerin zumindest wird ihnen nicht helfen, die ist noch viel selbst hilfloser als sie es sind!

  8. 8 Kindergartentante - 12. Januar 2010 um 15:09 Uhr

    “selbst noch viel hillfloser” muß das im letzten Satz natürlich heißen!
    Typischer Fehler, wenn man Computertexte bearbeitet. ;-)

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