„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“
Liebe Leserinnen und Leser der Oldenburger Bürgerzeitung!
Ich habe ja hier schon einige Male über meine Vorstellungen zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen berichtet.
Heute bekam ich den eingefügten Text, es handelt sich um ein Interview zum Thema Arbeit, übersandt.Dieses Interview wurde heute in der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht und ich möchte diesen Inhalt gerne weiter verbreiten, da dieses Thema in meinen Augen sehr gut und vor Allem sehr wichtig ist, damit sich möglichst viele Menschen in Deutschland mit diesem Thema befassen und auch um diesen Beitrag dafür zu verwenden um eine unbedingt weitere notwendige Diskussion zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen immer wieder an zu kurbeln. Auch möglichst viele Oldenburger Bürgerinnen und Bürger sollten sich in meinen Augen daran beteiligen.
Beste Grüße auch für das Neue Jahr
Suppenkasper
„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“
USÖkonom Jeremy Rifkin: Deutschland führt Scheindiskussion
Stuttgart – Es gibt kein größeres Problem in Deutschland und Europa
als die Massenarbeitslosigkeit. Politiker aller Parteien versprechen
Abhilfe, doch die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung nimmt seit
Jahren immer nur zu. Wo soll das enden? Der USProfessor Jeremy
Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dieser Frage und ist gesuchter
Ratgeber von Regierungen und Konzernen. Sönke Iwersen fragte ihn
nach der Zukunft der Arbeit.
Herr Rifkin, eines Ihrer Bücher heißt: „Das Ende der Arbeit“. Das meinen Sie
doch nicht wörtlich, oder?
Allerdings meinte ich das wörtlich. Als ich dieses Buch 1995 schrieb, waren
weltweit 800 Millionen Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt. 2001 waren
es schon mehr als eine Milliarde. Die Entwicklung ist eindeutig.
Aber es gibt doch Gewinner. In Europa gilt England als Vorbild. China wächst
in irrem Tempo. Und in Ihrem Land läuft es auch gut. Die amerikanische
Arbeitslosenquote ist doch traumhaft niedrig.
Das können Sie alles vergessen. Unsere Quote ist niedriger als Ihre, das stimmt.
Aber zu welchem Preis? Das schmutzige Geheimnis hinter dem US
Wirtschaftsboom in den 90er Jahren ist die wahnsinnige Verschuldung der
privaten Haushalte. Die Verbraucherkredite haben jedes Jahr um neun Prozent
zugenommen. Die Mehrzahl der Amerikaner hat heute nicht mal 1000 Dollar an
Rücklagen. 2005 wird die Zahl der Privatinsolvenzen die Zahl der
Ehescheidungen übertreffen.
Wenn die USA nicht als Vorbild taugen, dann aber England? Dort gibt es so
wenig Arbeitslose wie seit 30 Jahren nicht mehr.
England ist dasselbe in grün. Der durchschnittliche Engländer gibt heute 120 bis
130 Prozent seines Jahreseinkommens aus. Das ist Wirtschaftswachstum per
Kreditkarte.
Bleibt China. Keine Wirtschaft wächst so stark wie die der Chinesen.
China ist faszinierend, ja. Aber schauen Sie mal genau hin. In den letzten sieben
Jahren sind 15 Prozent aller chinesischen Jobs verschwunden. Auch der
chinesische Boom kann an der Wahrheit nichts ändern.
Welche Wahrheit meinen Sie?
Die Wahrheit über die Unumkehrbarkeit dieser Entwicklung. Langfristig wird
die Arbeit verschwinden.
Warum?
Schauen Sie in die Vergangenheit. Zehntausend Jahre haben sich Menschen
andere Menschen als Sklaven gehalten. Nun reden wir uns gern ein, dass die
Sklaverei abgeschafft wurde, weil wir so human geworden sind. Aber die
Wahrheit ist: Durch die industrielle Revolution ist die Sklaverei überflüssig
geworden. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war es billiger, den Ofen eines
Kohleofens zu füllen, als den Mund eines Sklaven.
Und da sehen Sie Parallelen zu heute?
Wir sind mitten in einer Umwälzung, die die industrielle Revolution noch
übertrifft. Durch die ersten Mechanisierungsschübe verloren Millionen von
Menschen ihre Jobs und wanderten vom Land in die Städte, um dort mit den
Maschinen zusammen zu arbeiten. Aber die Computer und Informationstechnik
von heute machen immer mehr Menschen ganz überflüssig. Selbst die billigste
menschliche Arbeitskraft ist teurer als die Maschine.
Aber entstehen durch die neue Technik nicht auch neue Arbeitsplätze?
Das ist die Hoffnung, an die wir uns seit Jahrzehnten geklammert haben. Die
kapitalistische Logik sagt, dass technologischer Fortschritt und gesteigerte
Produktivität alte Jobs vernichtet, dafür aber mindestens genauso viele schaffen.
Aber die Zeiten sind vorbei.
Sind Sie da sicher?
Ganz sicher. Sehen Sie, ich verdiene einen Teil meines Einkommens damit, die
Chefs großer Konzerne zu beraten. Wenn ich die frage, ob sie in Zukunft noch
Zehntausende von Mitarbeiter haben werden, dann lachen die laut los. Die
Wirtschaftsführer wissen längst, wo die Reise hingeht.
Wohin geht sie denn?
Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten
Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Bis 2010 werden nur noch
zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020
werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein.
Das klingt unglaublich.
Nicht unglaublicher, als was wir schon erlebt haben. Von 1982 bis 2002 stieg
die amerikanische Stahlproduktion von 75 auf 102 Millionen Tonnen. Im selben
Zeitraum nahm die Zahl der Stahlarbeiter von 289.000 auf 74.000 ab. In den 20
größten Volkswirtschaften der Erde sind zwischen 1995 und 2002 mehr als 30
Millionen Arbeitsplätze abgebaut worden. Wohin sie schauen, dasselbe Bild:
Die Produktion steigt, die Produktivität steigt, aber die Arbeitsplätze nehmen ab.
Aber was ist mit Service, mit Dienstleistungen, mit hochqualifizierten Jobs?
Die haben längst dasselbe Problem. Die amerikanische Telefongesellschaft
Sprint ist seit Jahren dabei, menschliche Vermittler durch
Spracherkennungsprogramme zu ersetzen. 2002 sprang die Produktivitätsrate
bei Sprint um 15 Prozent nach oben, der Gewinn stieg um 4,3 Prozent, und
11.500 Jobs wurden abgebaut. Die NetBank in Australien hat 2,4 Milliarden
Dollar Einlagen. Eine herkömmliche Bank dieser Größe hätte um die 2000
Angestellte. Aber die NetBank benötigt nur 180 Mitarbeiter.
Wie kann so etwas funktionieren?
Dank Internet, Satellitentechnik und Breitbandleitungen kann die Information
heute praktisch mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus rasen. Es gibt da eine
nette Formulierung von Paul Saffo vom Institute für die Zukunft in Kalifornien.
Er sagt, dass sich das Geschäft in den 80ern darum drehte, dass Menschen mit
Menschen reden. Jetzt geht es um Maschinen, die mit Maschinen reden. Der
Mensch wird überflüssig.
Sie beraten doch Regierungen. Was sagen Politiker eigentlich, wenn Sie denen
von Ihren Thesen erzählen?
Mit den Politikern ist das so eine Sache. Im Jahr 2000 haben sich die
Europäischen Regierungschef getroffen und beschlossen, Europa bis 2010 zum
leistungsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Und was ist
geschehen? Nicht viel.
Und das liegt daran, dass die Politiker ihnen nicht zugehört haben?
Es liegt daran, dass viele Politiker Europa lieber als Sündenbock missbrauchen,
anstatt sich dem Grundproblem zu stellen: Die Arbeit verschwindet. Das will
kein Politiker seinen Wählern erzählen. Statt dessen betet man immer wieder
dieselben drei Pseudotheorien herunter.
Drei Pseudotheorien?
Immer dieselben drei, ja. Erstens: Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die
bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Zweitens: Wir haben genug
Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Und drittens: Wir haben zu
wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind
absurd.
Wissen Sie, dass genau diese Argumente gerade in Deutschland diskutiert
werden?
Natürlich weiß ich das. Ihre Regierung hat mich ja gerade erst wieder zu einem
Vortrag eingeladen. Aber der Reihe nach. Erstens: Die Zahl der Jobs die in
Deutschland verschwinden weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China
verlagert wird, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der
abgebauten Stellen aus. Der wirkliche Jobkiller ist der technologische
Fortschritt. Aber davon hören Sie von den Politikern kein Wort. Maschinen
machen sich als Buhmann eben schlechter als Chinesen oder Polen.
Was ist das zweite Pseudoargument?
Das ist auch so eins für die Wahlreden: Wir müssen die Leute nur richtig
ausbilden oder weiterbilden und schon ist das Beschäftigungsproblem gelöst.
Nehmen wir mal an, man könnte tatsächlich alle fünf Millionen Arbeitslosen in
Deutschland so fortbilden, wie sich die Politiker das vorstellen. Was wäre denn
dann? Es gebe immer noch nicht genug Jobs. Die Zeiten der Massenarbeit ist
vorbei. Wir werden nie wieder Tausende von Leuten sehen, die aus den
Fabriktoren strömen. In Zukunft wird Arbeit etwas für die Eliten sein. Für
besondere Aufgaben wird man immer noch die TopÄrzte, TopAnwälte oder
TopDesigner brauchen. Aber Durchschnittsqualität kann ein Computer oder ein
Roboter billiger liefern.
Wo liegt der dritte Fehler?
Ah, die sozialen Systeme. Darüber sprechen Sie hier schon seit Jahren, nicht
wahr? Nun, ich will nicht sagen, dass es in Deutschland keinen Reformbedarf
gibt. Aber wenn jemand daran denkt, den Weg der USA einzuschlagen, dann
kann ich davor nur warnen. Je härter sie die Sozialsysteme beschneiden, desto
eher tauchen die Probleme an anderer Stelle wieder auf. Schlechtere Gesundheit,
größere Armut, weniger Sicherheit, mehr Kriminalität. Natürlich ist die US
Arbeitslosenquote niedriger als die deutsche. Aber bei uns sitzen allein zwei
Millionen Leute in den Gefängnissen. Meinen Sie, das ist keine versteckte
Arbeitslosigkeit? Glauben Sie mir, sie sind hier immer noch besser dran.
An den Problemen ändert das aber nichts und Sie sagen, dass alles noch
schlimmer wird. Sehen Sie sich eigentlich als Apokalyptiker?
Weil ich das Ende der Arbeit vorhersage? Nein. Erstens: Ich ziehe nur logische
Schlüsse aus Dingen, die ich in der Wirtschaft jeden Tag beobachten kann. Und
zweitens: Ich halte das Ende der Arbeit durchaus für eine positive Sache.
Aber was sollen all die Leute denn machen, wenn sie keine Arbeit mehr haben?
Sehen Sie, so verbogen sind wir heute. Ich sage, die Menschen werden für den
Produktionsprozess nicht mehr gebraucht und Sie fragen, was sie dann bloß
machen sollen. Als ob es die Erfüllung des Menschen wäre, Tag für Tag
dieselbe stupide Tätigkeit auszuführen. Dasselbe Blech zu formen oder
dieselben Fragen am Telefon zu beantworten. So eng definieren wir uns. Ich
sage: Lasst die Maschinen das übernehmen. Aber viele Leute können sich
einfach nicht vorstellen, was sie ohne Arbeit anfangen sollen. Das ist traurig.
Entschuldigen Sie, aber die Frage ist doch nicht, was die Menschen mit ihrer
freien Zeit anfangen, sondern mit welchem Geld Sie ihre Miete und ihr Essen
bezahlen, wenn alle Jobs verschwinden.
Sie haben ja Recht. Also, es gibt verschiedene Ansätze. Besonders wichtig ist
der so genannte Nonprofitsektor. Gemeint sind hier Aktivitäten von der
Sozialarbeit über die Wissenschaft, Kunst, Religion bis hin zum Sport. In den
Niederlanden sind heute bereits 12,6 Prozent aller Vollzeitstellen im
Nonprofitsektor angesiedelt. In Deutschland sind es erst 4,9 Prozent. Hier gibt es
ein Potenzial für Millionen von Arbeitsplätzen.
Aber wie soll dieser Nonprofitsektor finanziert werden?
Durch Steuerumschichtung. 90 Prozent der Regierungseinnahmen weltweit
stammen aus der Besteuerung von Arbeit und Kapital. Wir müssen viel stärker
zur Besteuerung von natürlichen Ressourcen kommen. Warum sollen sich die
Unternehmen einfach frei bedienen? Eine Besteuerung von Ressourcen würde
sowohl zur Schonung der Umwelt führen wie zur Senkung von
Unternehmensgewinnen. Die Steuereinnahmen könnten dann in den
Nonprofitsektor fließen und dort Mehrbeschäftigung stimulieren. Man könnte
auch über etwas anderes nachdenken. Wenn Maschinen immer mehr Menschen
ersetzen, warum sollte es in Zukunft nicht genau so eine Maschinensteuer
geben, wie es heute eine Einkommenssteuer gibt?
Haben Sie noch mehr Anregungen?
In meinem Land gibt es 250 ZeitdollarProjekte. Es handelt sich dabei um eine
Parallelwährung, die ganz auf der Zeit basiert. Für jede Stunde Arbeit erhält man
einen Zeitdollar, für den man wiederum Waren oder Dienstleistungen kaufen
kann. Die Idee dahinter ist, das in einer sozialen Gemeinschaft jenseits von
Gewinnmaximierung die Zeit eines jeden von uns gleich wertvoll ist – sei er nun
Arzt, Müllmann oder Taxifahrer.
Und das soll im großen Stil klappen? Das klingt sehr utopisch.
Wir brauchen ja gerade Utopien. Generationen von Ökonomen haben sich damit
beschäftigt, die Marktwirtschaft zu analysieren und Vorschläge zu machen, wie
sie besser funktionieren könnte. Dabei ist der Mensch aus dem Blickpunkt
geraten. Es ist doch so: Die Globalisierung hat versagt.
Warum hat sie versagt?
Weil sie zu viel Geld von unten nach oben verteilt hat. Die 356 reichsten
Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese
Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne
immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen.
Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen,
ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund
stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische
Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere
Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine
Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell
entfalten können.
Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn
bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen.
Jeremy Rifkin (* 1943 in Colorado, USA) ist Gründer und Vorsitzender der
Foundation on Economic Trends (FOET; Sitz in Washington D.C., USA). Er
unterrichtet u.a. an der Wharton School der Universität von Pennsylvania und ist
Berater diverser Regierungen und auch der EUKommission.
In bis dato 17 Büchern schrieb Rifkin über die Auswirkungen des
wissenschaftlichen und technischen Wandels auf Arbeitswelt, Wirtschaft,
Gesellschaft und Umwelt. Essays und Kommentare aus Rifkins Feder
erscheinen in Blättern wie “The Guardian” und der “Los Angeles Times”, hier
zu Lande z.B. auch in der “Süddeutschen Zeitung”. Das “National Journal”
bezeichnete ihn als einen der 150 einflussreichsten Intellektuellen der USA;
unter den Verfechtern neoliberaler Gesellschafts und Wirtschaftskonzepte stößt
er allerdings auf harsche Kritik.
Seine Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. In Deutschland ist er
vor allem durch “Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft” (1997, das Original
erschien 1995) bekannt geworden. Das Buch beeinflusste entscheidend die
Debatte um Arbeitszeitverkürzungen, etwa in Frankreich.
“The Age of Access” (2000; deutsch “Access Das Verschwinden des
Eigentums. Warum wir weniger besitzen und mehr ausgeben werden”)
beschäftigt sich mit dem Einfluss der “Globalisierung” auf die kulturelle
Identität und warnt vor der vollständigen Ökonomisierung unseres Lebens.
Kernthese: Das Industriezeitalter sei endgültig vorüber, der Kapitalismus ändere
sich radikal. Access, der rasche Zugang und Zugriff auf Ideen, Güter und
Dienstleistungen zähle heute bereits mehr als dauerhafter und schwerfälliger
Besitz. Das Buch wurde mit zwei bedeutenden Preisen ausgezeichnet: dem
Arthur Andersen Business Book Award und dem BrunoKreiskyPreis für das
beste politische Buch im Jahr 2000.
“The Hydrogen Economy” (2002) trieb die Debatte zur Notwendigkeit des
Wandels der Energiewirtschaft entscheidend voran (siehe dazu:
Wasserstoffwirtschaft).
“Der europäische Traum” (2004) prognostiziert den Niedergang des
“amerikanischen Traums”. Rifkin zieht darin einen Vergleich, der Europa in
entscheidenden Feldern eine Überlegenheit über die USA bescheinigt und der
die fundamentalen transatlantischen Unterschiede herausarbeitet. Auch dieses
Buch provozierte kontroverse Debatten.
Aktualisiert am 2. Januar 2010


[Ø 3.82]

» 22 Kommentare
“Der USProfessor Jeremy Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dieser Frage und ist gesuchter
Ratgeber von Regierungen und Konzernen.”
Traurig, daß dabei nicht mehr herauskam..
Es ist das alles ein Verteilproblem, und dieses kann nur so gut sein wie diejenigen, die es initiieren. Gegenwärtig läuft es, aber mit unglaublicher Ineffizienz trotz Automatisierung. Das Produkt wird immer schneller und besser hergestellt, aber die immer größerwerdenden freigesetzten Arbeitskräfte verteilen sich auf immer weniger Möglichkeiten sinnvoller Tätigkeit. Eine Lösung wäre das Einstellen von Stasi oder Blockwarten, aber selbst diese Arbeit kann von immer mehr Computern übernommen werden…
Das freisetzen von Arbeitskräften geht schneller vonstatten als die Schaffung neuer Tätigkeitsfelder, wie zb. in den neuen Technologien.
Im großen und ganzen ist die Situation verglichen mit den Nach- oder Vorkriegsjahren allerdings geradezu himmlisch…
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Verehrter Frank!
Ihr Kommentar ist eine gute Werbung für das FAXEN!
Und befinden wir uns nicht derzeit schon wieder in Kriegsjahren? Vielleicht haben Sie ja die Soldaten vergessen?
Vielleicht bekommt dann der von Ihnen benutzte Begriff “himmlisch” zumindest dadurch eine ganz neue Bedeutung?
Wir waren mal das Land der >>Dichter und Denker<>Denker<< werden, wenn wir mehr streiten und nach den besseren Lösungen suchen und Gauner auch wieder Gauner nennen.
Wir waren mal das Land der -Dichter und Denker-. Es muß nicht jeder ein Dichter sein; ein Denker hingegen, kann nie schaden. Wir wurden zum Volk der Fremdbestimmten geformt und das mit fingierten Situationen und mit Debatten, die keine ist. Durch diese publizierten Themen und viel Kaffee, wurde ich erst zum Chefredakteur und anschließend zum Intendanten. Warum? Weil ich alles abgenickt habe und meinte, es wird schon alles seine Richtigkeit haben, was mir der liebe Politiker oder Lobbyist in das Mikrofon redet. Warum? Weil ich es glauben muß und ich es nicht prüfen kann, weil mir der Politiker nur kalte Fakten liefert und kein einziges Argument, mit das ich selber denken könnte. Das gilt im übrigen für alle Bürger. In keiner Talksendung werden Sie die Frage „Warum?“ hören. Diese Frage ist gefährlich, denn dann müßte einer anfangen mit den Finger auf einen anderen zu zeigen.
Gerade das ist doch aber unsere Aufgabe: Gauner einfach Gauner nennen – nicht um mit den Finger auf den Gauner zu zeigen, sondern auf die Situation, die ihn zum Gauner gemacht hat. Nur haben wir die Pressefreiheit längst verloren und viele Dinge darf man nicht mehr ansprechen oder aussprechen. Die Menschen denken nicht mehr mit und erkennen die Ursache nicht mehr, die eben viele Probleme, wie im Artikel oben geschrieben, entstehen. Ich behaupte sogar, daß kein Politiker wirklich Ahnung von seinen Themen hat, weil einfach zu viele wichtige Informationen unterschlagen werden. Nur, wenn man die Probleme wirklich anspricht, ertönen die Stimmen aus dem Volk und plötzlich multipliziert der Journalist reine Polemik und scheint auf der Suche nach seiner Sensationsgeschichte – man nimmt ihn nicht mehr ernst. Dieses Land möchte nichts verändern, dieses Land ist nicht bereit sich zu informieren, dieses Land glaubt jeden Mist, daß man ihn in Form von unterhaltsamen Berichten vorsetzt; nein, dafür zahlt es sogar noch fleißig seine Gebühren und jammert anschließend in devotester Haltung um die Wette.
Die großen etablierten Parteien geben sich im Wahlkampf von der Besten Seite und vergessen dabei, daß es ihre verdammte Pflicht ist, demokratisch zu sein. Anschließend redet man über Koalitionen anstatt über die Beste Lösung zu streiten. Intern werden Stimmberechtigte mit Verhandlungen überredet, für etwas oder gegen etwas zu stimmen, damit man sich im nächsten Wahlkampf mit Ergebnissen schmücken kann, die nicht mal das Blatt Papier wert sind, auf denen sie geschrieben stehen. Die einzige Partei die mit Argumenten streitet, ist die Piratenpartei. Leider erscheint sie in der Presse nur, wenn es negative Dinge zu berichten gibt, wenngleich sie sofort auch nachvollziehbare Lösungen bietet, wenn sie Defizite und Löcher im System aufzeigt. Geld und Arbeit gibt es genug in diesem Land – Nur ein bedingungsloses Grundeinkommen, halte ich für ziemlich egoistisch und genau wie Kriege, für einen letzen Ausweg, wenn man einfach keine Argumente mehr hat. Ich finde, dieses Land kann viel mehr erreichen, wenn wir alle wieder Denker werden, wenn wir mehr streiten und nach den besseren Lösungen suchen und Gauner auch wieder Gauner nennen.
@MichaelM! ” Geld und Arbeit gibt es genug in diesem Land”… Warum schreiben Sie das? Es geht Ihnen doch um das warum! Dann sollten sie aber auch den Beweis dafür antreten, dass es für die Menschen in diesem Land genug Arbeit, also bezahlte Arbeit gibt, von dem der Mensch auch leben können muss und eigentlich dann auch ohne jegliche weiteren staatlichen ergänzenden Transferleistungen. Warum also sind Sie der Meinung, es würde genügend bezahlte Arbeit geben?
Das es genug Geld gibt, welches nur ungerecht verteilt ist, dürfte ja richtig sein.
Und ein ausschließlich über die Verbrauchssteuern und über die Mehrwertsteuer finanziertes Bedingungsloses Grundeinkommen muss man tatsächlich ablehnen, da man damit die Abkopplung der Erwerbslosen von der Erwerbsarbeit in Kauf nimmt. Aber es gibt diesbezüglich ja auch andere bessere Vorschläge.
Beste Grüße
Hans-Dieter Wege
@Hans-Dieter Wege
Wir sind nicht mehr „autark“ genug. Das fängt schon bei dem Gemüse an. Ich kann mich noch erinnern, wie vor ca. 10 Jahren im Emsland, Acker von unseren Nachbarländern aufgekauft wurde. Werfen wir einen Blick auf – ich glaube es war Schleswig Holstein – dort hat man die Privatisierung in kleinen Schritten Rückgängig gemacht. Telefonleitungen, Stromnetze etc. (Ich suche das noch mal genau raus). Das Geld fließt somit wieder in den Kreislauf der „Bürger“ zurück. Bei einer Privatisierung wird zwar fleißig eingenommen, jedoch wird zeitgleich auch ebensoviel Geld in Private Taschen abgegriffen. Es muß somit irgendwann Defizite geben, die man nicht mehr auffangen kann.
Nehmen wir ein Beispiel: EWE – Die schreiben ersichtlich rote Zahlen. Preiserhöhungen am laufenden Band. Mit Telefon, Strom und Gas wir monatlich und sicher das Geld von den Bürgern einkassiert. Statt jetzt Arbeitsplätze zu schaffen, wird das Geld in die Automatisierung gesteckt, viel Geld in regionale (private) Fernsehsender investiert und den Leuten vorgekaut, es würde auch in die Forschung gesteckt.
Noch ein Beispiel: Um in Oldenburg zu bleiben – Das Bildungswerk verschlingt mit Bildung, die keine ist, jährlich Summen, mit denen ich in vielen Ländern Kriege führen könnte. Ich selber war dort Dozent für ein halbes Jahr. Es ist erschreckend zu sehen, wie viel Geld in private Taschen fließt, für eine Arbeitsmaßnahme, die niemanden nutzt. Das Geld ist futsch. An dieser Stelle muß die Frage an die Politiker erlaubt sein: Cui bono? Frau Iris Gramberg war die einzige, die dieses Thema angesprochen hatte, wurde jedoch von der SPD im Keim erstickt mit den Worten: Dort ist alles in Ordnung. – Na, wenn das kein Argument ist.
Wenn also kein Geld zurück an die Bürger fließt, muß demnach immer gespart werden. Statt dessen wird in die Sicherheit investiert, weil sich die Leute in vielen großen Städten schon kleine Kriege bieten. Ich setze mal einen Link zu einer Karte, wie sie die Politik vorliegen hat: http://img440.imageshack.us/i/vbkarte.jpg/ (Nicht original – jedoch inhaltlich richtig)
Es gibt noch viel mehr Beispiele, bei denen dieser Staat bewußt viel Geld in fremde Taschen schiebt. Viktor Schauberger würden sagen: Ihr bewegt falsch. – Damit hat er Recht. Alleine das Thema – Kirche und Staat – In jedem Rat und bei jedem Gesetz wird mitgewirkt. Toleranz predigen und mit Kriegen verdienen. – Viele Wege führen nach Rom.
Hallo,
was ist das nur für in Gejammer in den Kommentaren.
Wir werde…man hat uns..es gibt keine Pressefreiheit
und so weiter.
Es ist falsch. Es gibt Pressefreiheit, Springer kann schreiben was sie wollen, sie tun es auch, der Spiegel auch. Was immer jemand mit sich machen lässt, kann nur geschehen wenn er es zulässt. Es ist seine Verantwortung sich dagegen zu wehren und nicht darüber zu jammern. <ausserdem lenkt es von dem ab was Rifkin und Marx (tendenzieller Fall der Profitrate) nachweisen.
Es geht um die Frage in was füe einem System wir leben wollen. In einem System, das von seiner Profitgier kaputt geht und alles, vom Volk gerettet werden was als Systemrelevant definiert wird. Die Definition wird dann auch noch vom System festgelegt. Könnte man darüber debattieren was wir für uns das beste währe ist es schon ein Schritt. Nur das ist dem herrschenden System zu gefährlich weil es zu anderen Vorstellungen kommen könnte und wird somit als Systemdestabilisirend bezeichnet wird und somit kriminalisiert wird. Dafür gibt es dann Rasterfanhndung, Computerüberwachung, Aböranlagen und Gefängnisse. Manch Leute werden auch als Terroristen bezeichnet.
Trefflicher ist es da, über Geld was da se,i zu sprechen und den Armen zu helfen. Auch Arbeitsplätze zu schaffen.
Gerade Rifkin zeigt doch gerde das es die Arbeit in Kapitalistischer Regie ist die das faule System am leben hält. Nach Arbeit zu schrein ist das blödeste, beser ist es dafür zu sorgen das in dem System niemand untergeht, egal ob er “fleissig” Arbeit sucht, säuft und faul ist. Selbst der bödeste soll leben können, eventuell steckt in ihm ja ein großer Dichter oder filosof.
Schaut auf Slotterdiek
@MichaelM:” Viele Wege führen nach Rom.”
Zu der mit dem Link da gestellten Karte und der darin z.B. enthaltenen Behauptung, es würde im Oldenburger Kennedyviertel ein Bürgerkrieg stattfinden, erwarten Sie doch hoffentlich nicht ernsthaft eine Antwort?
Und meine Fragen haben Sie ja konkret auch nicht dem Ansatz nach beantwortet.
@Hans-Dieter Wege
Quatsch – natürlich zeigt die Karte nicht an, wo demnächst Bürgerkriege stattfinden. So nennt sich dort wohl nur das Buch. Nur es geht darum, dass sich die Politik eben um Nebenprobleme kümmert, anstatt sich um die eigentlichen Ursachen. Sie hängen sich zu sehr an unnötige Dinge. Ich verlange darauf weder eine Antwort, noch eine Meinung. Es sind analoge Themen zu den gerade sehr aktuellen Dingen, die auch in Oldenburg als Sicherheit verkauft werden.
Zum Thema „Warum“ muss ich nichts mehr in diesem Land. Es wurde schon alles publiziert, was geschrieben und gesagt werden muss. Wenn man sich wirklich für die Politik und für sein Land interessiert, dann findet man auch alle Informationen; sogar im Internet. Ferner kann ich ihnen schließlich auch nicht sagen, in welchen Kisten genau das Geld und die Arbeit liegt, deshalb ist die Frage an sich schon mehr als Merkwürdig – zumindest ist sie an den falschen Ansprechpartner gerichtet.
Nochwas: Ich bin nicht Ihr Feind – aber das hatte ich Anfangs ja schon beschrieben, wenn ein Journalist die Wahrheit schreibt, ist es reine Polemik. Es sind die Gutmenschen, die diese Gesellschaft klein und dumm halten. Was mir an Ihnen gefällt, ist die Hartnäckigkeit – diese sollten Sie an Ihre Parteien vor Ort ausleben. Falls Sie dabei Hilfe brauchen – gerne. Ich spiele jedoch nicht den Antagonisten innerhalb meiner Mitmenschen.
> – diese sollten Sie an Ihre Parteien vor Ort ausleben.
Da würde ich doch glatt diese empfehlen:
http://tinyurl.com/yh3vqjp
Laut Pressemitteilung 1/10 plant sie geradezu Revolutionäres und die Position des zukünftigen Außenministers dürfte höchstwahrscheinlich auch noch vakant sein. (hehe)
Für diejenigen, welche in der Parteienlandschaft nicht so ganz auf dem neuesten Stand sind: Es handelt sich um eine Abspaltung der Pauli-Truppe.
Pobatschnig K.
@Pobatschnig Karl!
Ob eine bundesweit sich aufstellende Partei gerade gut für für die Menschen hier vor Ort ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln?
Eine örtliche Wahl-Alternative zur nächsten Kommunalwahl
scheint mir da doch wesentlich sinnvoller.
Wichtige Themen und Forderungen würde es ja genügend geben für Oldenburg.
MfG
Suppenkasper
@Suppenkasper,
>Ob eine bundesweit sich aufstellende Partei ..
sollte nur ein Scherz sein.
>Eine örtliche Wahl-Alternative zur nächsten Kommunalwahl …
Da widerspreche ich. Die entscheidende Dinge passieren nun mal im fernen Berlin und nicht in OLdenburg & umzu.
Pobatschnig K.
@ Pobatschnig Karl! Auch das die wirklich entscheidenden
“Dinge” in Berlin passieren kann man ja durchaus derzeit in Frage stellen.
Aber das Leben der meisten Menschen findet nun einmal in den Gemeinden der Dörfer oder Städte statt, zumindest zu einem sehr großen Teil. Für viele Menschen besteht zur Zeit noch nicht einmal die Möglichkeit, ihre Wohnorte überhaupt noch zu verlassen, mangels fehlender Geldmittel. Dieses wird sich vielleicht in der Zukunft sogar noch verschärfen.
Oftmals sind es aber gerade die “kleineren Dinge”, die den Menschen ganz gewaltig zu schaffen machen und wenn andere Menschen immer nur die ganz großen Ziele vor Augen haben, dann sollten zumindest die Menschen in den Kommunen versuchen selbst für Problemlösungen in ihrem Bereich zu suchen und für entsprechende Abänderungen zu kämpfen.
Das wird dann auch ganz bestimmt Auswirkungen auf die “große Politik” haben.
Deshalb würde ich das wirklich für wichtig halten, dass sich möglichst in vielen Orten Wahlalternativen gründen, die vielleicht nicht schon über politische Altlasten erst nur ihre eigenen Probleme lösen müssen.
Gruß
Suppenkasper
@Suppenkasper,
>@ Pobatschnig Karl! Auch das die wirklich entscheidenden
@“Dinge” in Berlin passieren kann man ja durchaus derzeit in Frage stellen.
Das wollte ich nicht so direkt sagen.
> … dann sollten zumindest die Menschen in den Kommunen versuchen …
Dazu findet ja heute um 20:00 im PFL eine Auftaktveranstaltung unter dem Motto Bürgerbeteiligung statt. Dürfte interessant zu hören sein, wer dort welche Vorschläge einbringt.
Ansonsten ACK.
Pobatschnig K.
MACH MIT! Gegen Hartz IV - Für ein BGE!
Moin-moin Ihr Lieben,
was meint Ihr?
Bitte erst bei YouTube anschauen
http://www.youtube.com/watch?v=gBWjmJsaQbw
und, wenns’ gefällt, dann einfach in die Liste eintragen,
http://653169.guestbook.onetwomax.de/
und anschließend weitersagen und -mailen!.
Gruss
@ Geld gibt es in der Tat genug in diesem Land, nur nicht für die Armen, wohl aber für die Banken und für die Reichen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht “egoistisch”, sondern eher ungerecht, da nur schwer verständllich zu machen ist, dass um den Preis der Bedingungslosigkeit jeder es bekommen soll. Man erkauft sich sozusagen ein Stück Freiheit, indem man das Almosen auch den Reichen zugestehen möchte. Find’ ich schwach!
Das BGE als “letzten Ausweg” mit “Kriegen” zu vergleichen ist allerdings blödsinnig. Kriege sind meistens nicht der “letzte Ausweg”, sondern werden geplant, und zwar langfristig. Sie sind das Ergebnis vielfältiger Interessen, Profitinteressen, Interessen um die Ausdehnnung von Einflusszonen etc. . Und als Soldat in den Krieg zu ziehen, ist schließlich die höchste Form der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, und das wird sogar mit einem Orden belohnt, auch post mortem. Was hat das mit dem BGE zu tun?
Ob es in diesem Land genug Arbeit gibt oder nicht ist eine müßige Frage und sie ist auch zu undifferenziert. Erwerbsarbeit scheint es jedenfalls nicht genug zu geben, und allzu oft wollen Unternehmer diese auch nicht bezahlen und schicken ihre Arbeitssklaven lieber zum Amt, damit der Staat sie bezahle. Als Alternative zu dieser prekären Situation ist das bedingungslose Grundeinkommen sicherlich nicht die schlechteste Lösung, wenn ich auch persönlich eher geneigt wäre, für eine drastische Arbeitszeitverkürzung einzutreten.
Nachtrag:
Letzter Beitrag ist an @ 4 gerichtet.
@ G. Ho.
Ich verstehe nun den Zusammenhang nicht ganz – doch Auge um Zahn; wir sind soweit solidarisch. Man muss kein großer Mathematiker oder Ökonom sein, um die Situation in Deutschland einschätzen zu können. Es sind die Fantasten und die kleinen Bürger, die dieses Land in Atem halten. Und „blödsinnig“ ist es, wenn man nur das sehen will, was einen gerade gefällt und die Szenarien ausblendet, die dadurch entstehen könnten, wenn eben das BGE eingeführt wird.
Solange wir „geliehenes“ Geld in den Markt schmeißen und es nicht kontrolliert wieder zurückfließen lassen, werden wir uns weiteres Geld leihen und uns auch die Frage verkneifen müssen, wo es denn im Kreislauf verdunstet. Also – wenn Menschen derartig auf den Arm genommen werden und diese auch noch unwissend das Spielchen „Aufschwung“ mitspielen, so würde ich dieses Szenario „Stirb langsam“ nennen und weiter, auch klar mit „Krieg“ betiteln. Die Bahn, die Telekom und auch die Stromanbieter sind privatisiert. Diese kleine Auswahl an Unternehmen investieren ihr Geld lieber in Medien, wie regionale Fernsehsender, Radiostationen oder auch social-Media Plattformen – das tägliche Brot hat der kleine Bürger noch nicht davon. Deutschland ist eine Oase für große Unternehmen geworden, die ihr Profitinteresse nicht unbedingt teilen wollen; verständlich.
Wir können also ein BGE, ein Hartz 5 oder ein monatliches Lebensgeld einführen – solange die Kohle von oben nicht abgetragen wird und zurück zu den Bürgern fließt, müssen wir weitere Schulden machen und zusehen, wie dieses Land gemolken wird. Ein BGE ist deshalb schon egoistisch, da wir damit nicht die eigentlichen Probleme gelöst haben – wir sollten das Land als eine Einheit sehen und schauen, welchen Gauner wir den Hintern versohlen müssen, damit unser Geld auch im Staat bleibt. Ich denke jedoch, da müssen wir unsere Politiker mal auf den Fuß treten. Eine Bürgerfragestunde wäre nicht schlecht, wo man uns allen erklärt, warum, wo, wie gehandelt wird – ohne rethorische Märchenstunde versteht sich.
Sie sollten von Ihrer kryptischen Redeweise Abstand nehmen und sagen, was Sie eigentlich wirklich sagen wollen. Oder trauen Sie sich das nicht? „Von den Fantasten und den kleinen Bürger, die das Land in Atem halten“ reden Sie, ja wen meinen Sie denn damit? Wer sind die kleinen Bürger und Fantasten? Warum benennen Sie diese nicht? Oder sind die kleinen Bürger und Fantasten nur ein Phantasma in Ihrem Kopf?
Ich kann Ihnen auch nicht folgen, wenn Sie
behaupten, „Menschen würden unwissend das Spielchen Aufschwung mitspielen“. Woher wollen Sie das denn wissen? Es gibt sicherlich ebensoviele Menschen, die das Spielchen Aufschwung wissentlich mitspielen, wohl auch mitspielen müssen, und trotzdem erkannt haben, dass dieses Spielchen, das Sie „Aufschwung“ nennen, ein falsches Spiel ist. Was bleibt den Menschen schon anderes übrig? Wenn Sie das hier mit Krieg betiteln wollen, nachdem Sie vorher das BGE als „letzten Ausweg“ mit Krieg gleichgesetzt haben, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Und wenn Sie in diesem Zusammenhang unbedingt von Krieg reden müssen, dann hätten Sie sich gestern, spät abends, in der ARD die
Sendung „Abgestempelt. Leben mit Hartz IV“ anschauen sollen. Da hätten Sie sehen können, wie der Staat Krieg gegen seine Bürger führt. Ein Letztes noch: Was Sie als „unser Geld“ bezeichnen , darf nicht „im Staat“ bleiben, sondern muss den Menschen zukommen, die es dringend brauchen.
@ G. Ho.
Ohha – Zum einen habe ich die Sendung gesehen, ferner brauchen Sie mir nicht zu helfen und weiter, finde ich Ihre Frage „Was bleibt den Menschen schon anderes übrig?“, mehr als merkwürdig. Wie wäre es mit Lesen, Hören, Sehen und dann Verstehen, statt den ganzen Tag ins Taschentuch zu rotzen. Sie wollen daß es den Menschen besser geht; gut, das möchte ich auch – wenn es ein gutes Konzept und ebenso gute Argumente dafür gibt. Sie belustigen mich – ganz ehrlich – nur scheinen Sie etwas wütend zu sein und fauchen gerade den falschen Menschen an. Vor allem merke ich das daran, daß Sie mich in irgendeine Schublade schieben wollen, in der ich nicht wirklich hinein passe. Zu meiner kryptischen Redeweise sei gesagt, daß auch diese ganz von ihrem Verständnis abhängt, zumal sie nicht einmal kryptisch ist.
Hier ein weiterer Link zum BGE:
http://tinyurl.com/yf23b9d
Interessant sind IMHO auch die Kommentare sowie teilweise auch die darin genannten Links, von denen ich insbesondere diesen empfehlen möchte:
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Natürlich werden Linksextremist_innen auch hier das Haar in der Suppe entdecken: der Kommentator Peter-Alexander von der Marwitz ist der vorletzte Bundesvorsitzende der ehemaligen Schill-Partei.
Pobatschnig K.
@ 20,
geschenkt! Wolkenkuckucksheim.