OCM: »Daddeln im Speckmantel« an der »Programmierbar« auch in 2010
Ursprünglich nur als zweimonatige Sonderausstellung zur Geschichte von Homecomputern und Telespielen geplant, konnte das Oldenburger Computer-Museum (OCM) – Deutschlands einziges Homecomputermuseum – im November 2009 dank der großen Resonanz nicht nur seinen ersten Geburtstag und seine Vereinsgründung feiern, sondern auch den Fortbestand des Museums im Jahr 2010 verkünden.Seit etwa zehn Jahren sammelt Grafiker Thiemo Eddiks in seiner Freizeit Heimcomputer und Spielkonsolen der 70er- und 80er-Jahre. Ein Teil der mittlerweile ca. 700 Geräte umfassenden Sammlung ist seit November 2008 in der Oldenburger Innenstadt zu sehen, und zwar im zu diesem Zweck entstandenen Oldenburger Computer-Museum (OCM). Die chronologisch aufgebaute Ausstellung umfasst derzeit 50 Ikonen aus den Jahren 1977 bis 1987, darunter Commodore PET, Apple ][, Sinclair ZX81, Atari 800XL und Amiga 500. Darüber hinaus finden sich auch wichtige Spielkonsolen, Computerexoten und Fachliteratur in den Regalen.
Die Ausstellung ist in ihrer Art etwas Besonderes und hat eine überregionale Strahlkraft, denn eine solche Hands-on-Ausstellung gibt es bundesweit nur hier: 20 Computer sind immer funktionsbereit und mit Software ausgestattet; sie können - und sollen! - benutzt, erforscht und erlebt werden. So bekommt der Besucher ein Gefühl für die Relationen zur aktuellen Computertechnik und sieht die Entwicklung einzelner Aspekte (Grafik, Ton, Geschwindigkeit, Massenspeicher, Platzbedarf der Technik usw.). Hier kann man an C64, Atari, Amiga und Co. alte Spieleklassiker zocken, eigene Programme schreiben und so die Geschichte der Heimcomputer erleben.
Mittlerweile existiert das OCM, das von elf engagierten Menschen ehrenamtlich betrieben wird und in 2009 Teil des »Stadt der Wissenschaft«-Programms war, seit über einem Jahr. Über 1000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet haben die Ausstellung bisher gesehen, es gibt Kooperationen u.a. mit der Universität Oldenburg und regelmäßig Führungen für Schüler, Studierende und andere Interessengruppen. Bei den Führungen wird auf Wunsch spezifisch auf die kulturellen, gestalterischen, wirtschaftlichen oder technischen Details eingegangen.
Am 10. November 2009 wurde der Verein Oldenburger Computer-Museum e.V. gegründet, der als gemeinnützig anerkannt ist. Hauptaufgabe des Vereins ist es, die Ausstellung historischer Computer dauerhaft zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür benötigt der Verein jede Form der Unterstützung – in Form von Vereinsmitgliedschaften, Geld- oder Sachspenden und jeder sonstigen Art aktiver Hilfe.
Mehr Infos zum Oldenburger Computer-Museum finden Sie auf der Homepage www.computermuseum-oldenburg.de.
Das Oldenburger Computer-Museum befindet sich in der Neuen Straße 2 in der Oldenburger Innenstadt und hat dienstags unter dem Namen »Daddeln im Speckmantel« und donnerstags als »Programmierbar« jeweils von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Aktualisiert am 8. Januar 2010

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